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Allgemeines

XIV. Humanitärer Kongress – Schwere Entscheidungen – Ethische Herausforderungen während humanitärer Maßnahmen

Der diesjährige Humanitäre Kongress fand am neuen Standort im Virchow Klinikum statt. Verschiedenste Persönlichkeiten und NGOs waren in den Diskussion vertreten, wie etwa Salmone Atim (Genderbeauftragte der Hebrew Immigration Aid Society (HIAS) (sie hat vorher beim Refugee Law Project mitgewirkt), Hugo Slim (wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Oxford, Institute for Ethics, Law and Armed Conflict), Leila Nachawati (Bloggerin aus Spanien/Syrien), Médicines Sans Frontières, das Internationale Rote Kreuz (IFRC), die GIZ, UNHCR, etc.

Das Programm bot diverse Gesprächsrunden zu unterschiedlichen Fragen hinsichtlich ethischer Herausforderungen an, die man sich selbst zusammenstellen konnte – wie zum Beispiel:

  • Überprüfung humanitärer Hilfe aus einer ethischen Perspektive
  • Humanitäre Maßnahmen für Anfänger
  • Humanitäre Hilfen in autoritären Staaten
  • Unparteilichkeit in Praxis – wer kommt als Erstes?
  • The Golden Fleece/Das Goldene Vlies – Manipulation und Unabhängigkeit während humanitärer h
  • Humanitäre Maßnahme: Das Richtige während Kriege und Katastrophe tun
  • Technische Innovationen während humanitärer Maßnahmen
  • Wasser und Hygiene im Fel
  • Sexuelle Gewalt gegen Männer
  • Führt humanitäre Hilfe zu verlängerten Kriegen?

Da ethnische Herausforderungen im Mittelpunkt des Kongresses standen, war es etwas schwer über umweltbedingte Veränderungen während des Kongresses zu sprechen. Folgende Information wurden unter den Stichworten „Umweltveränderungen“ und „Klimawandel“ genannt:

  • Überprüfung der deutschen humanitären Hilfe im Ausland: Dieses Treffen diskutierte über die Studie von channelresearch.com/OECD über die Evaluierung deutscher humanitärer Hilfe. Ina Lepel vom Auswärtigen Amt betonte, dass Deutschland in Zukunft einen erhöhten Schwerpunkt auf klimawandelbezogene Projekte legen wird. Niema Movassat (die Linke) betonte, dass es zu einem Anstieg an humanitären Maßnahmen durch zunehmend mehr Konflikte und Katastrophen kommen wird.
  • The Golden Fleece/Das Goldene Vlies: Diese Diskussionsrunde beschäftigte sich mit der Buchveröffentlichung von Antionio Doini (leitender Wissenschaftler, Fernstein International Centre, Trufts Universität). Doini erläuterte, dass er in seinem letzten Kapitel auf den Klimawandel eingeht, da der Klimawandel für NGOs in Zukunft eine große Herausforderung darstellen wird.
  • Humanitäre Hilfe in gewaltsamen Stadtteilen: Die Sprecher vom Internationalen Roten Kreuz (Charlotte Lindsey-Curtet), der GIZ (Anne-Katrin Niemeier) und die unabhängige Beraterin Elena Lucchi diskutierten darüber, wie gewaltsame Stadtteile wachsen und dass diese in Zukunft  der Haupteinsatzort humanitärer Hilfe sein werden.  Hierbei bezog man sich auf Naturkatastrophen, die zu einer zunehmenden Verstädterung führen. Zudem sprach man darüber, dass Slums oft in Gegenden errichtet werden, die stark von Naturkatastrophen betroffen sein werden.

Wie man aus diesen Informationen erkennen kann, wurde kaum auf Umweltveränderung eingegangen; aber dies hat auch mit der Thematik des diesjährigen Kongresses zu tun. Wir müssen nur hoffen, dass der Humanitäre Kongress 2013 einen stärkeren Fokus auf Umweltveränderungen legen wird 😉

AW, 19.10.2012


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