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Staudammbau

Noch mehr Dämme …

Nachdem mir dieser Vorfall in Thailand keine Ruhe gelassen hat, habe ich ein bisschen weiterrecherchiert. Schließlich müssen große Staudammprojekte noch an mehreren Orten der Welt geplant (worden) sein, die den Ärger der ansässigen Ureinwohner auf sich ziehen.

  • In Namibia fordern vier Urvölker die Regierung auf, ihre Pläne für den Bau eines Staudammes zu stoppen. Im Februar 2012 reichten sie eine Petition bei der UN Kommission ein, mit der Forderung, dass ihre Ansichten auch gehört und respektiert werden. (siehe Africa News „Namibian nomads ask UN to halt dam construction“ vom 24.02.2012)
  • Vom Bakun Damm in Malaysia sind bis zu 10.000 Ureinwohner betroffen, die aufgrund des Baus ihre Heimat verlassen müssen. Allein 40 NGO’s aus Malaysia demonstrieren zusammen mit NGO’s und Urvölkern aus der Bakun-Region gegen den Bau des Dammes. (siehe Friends of the Earth „The Bakun Hydroelectric Project – Malaysia“, Januar 2002)
  • Als die Bohrungen für den Munzur-Vadisi-Staudamm in der Türkei beginnen sollten, attackierten Gegner die Maschinen. Der Rechtsanwalt Baris Yildirim, der sich auf Umwelt spezialisiert hat, fügte sogar noch hinzu, dass der Bau von Staudämmen im Munzur-Vadisi-Naturschutzgebiet illegal ist. (siehe Turkish Weekly „Local Reactions to Dam Construction in Turkey“ vom 01.10.2010)
  • Chinas Plan einen Staudamm in Tibet zu errichten, sorgte vor allem auf indischer Seite für Proteste. Wenn der Brahmaputra, einer der Hauptflüsse Indiens, auf chinesischer Seite gestaut wird, hat das einen wesentlichen Einfluss auf den Wasserzufluss in Indien. (siehe 2point6billion.com „India’s Ramesh Comments on Brahmaputra project in Beijing“ vom 10.05.2010)
  • In Kanada blockierten die Innu (ein Volk im Nordosten des Landes) vier Tage lang die Straßen, auf denen Material zur Baustelle für den Damm Hydro Quebec transportiert werden sollte. Nach der Auflösung der Blockade durch die Polizei, organisierte eine Gruppe von Frauen einen Protestmarsch über 900 Kilometer und formierten zum Schluss zusammen mit anderen betroffenen Gemeinden eine Menschenkette vor dem Eingang der Baustelle zum Staudamm. (siehe Towardsfreedom.com auf Ticker „Innu Continue to Protest the Plan Nord and Romaine River Hydro Project“ vom 04.07.2012)

Das ist nur eine kleine Auswahl. Sie zeigt allerdings, dass Proteste gegen den Bau von Dämmen, die einen wesentlichen Einfluss auf das Leben der Menschen haben, nicht so selten sind.

(Aha)

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